Als Bibern noch frei von Thayngens Herrschaft kutschierte, hatte die damalige Dorfkommision “attraktives Bibern” anno 2000 unter anderem den Gedanken für ein Biberner Zwetschgenfest. Dabei entstand die Idee, eine Skulptur zu Ehren der “Schönen von Bibern” zu schaffen. Die Skulptur wurde, in Anlehnung an die umliegenden Grenzsteine, vom Schaffhauser Künstler René Eisenegger entworfen. In der mit Plattgold ausgestatteten Vitrine liegt der halbedelstein Dumortierit, welcher beim Schleifen eine blaue Farbe bekommt. Das Aussenmaterial besteht aus Granit und Epoxitharz.

Mit dem ersten Zwetschgenfest im Jahr 2002 konnte sowohl das Model als auch die Skulptur finanziert und eingeweiht werden. Diese köstliche Hauszwetschge wurde vom Landwirt und Kantonsrichter Heinrich Emil Seiler aus Bibern kultiviert und im Jahr 1938 vom Kantonalen Richtsortiment für Feldobstbau als die “Schöne von Bibern” benannt. Herr H. E. Seiler kam leider 1944 bei der Bombardierung von Schaffhausen ums Leben.

Die “Schöne von Bibern” diente dem Erhalt und der Verjüngung der vielen Biberner Zwetschgenbäume. Im Gegensatz zu den Frühsorten, wie z.B. der Ersinger-, Fellenberger- oder Bühlerzwetschge, ist die “Schöne von Bibern” eine Spätsorte und erfreut uns frisch ab Baum bis Ende Oktober. Diese Zwetschgensorte empfiehl sich bestens für abwechslungsreiche Gaumenfreuden. Bestaunenn sie beim Verzehr die schöne, königsblaue Haut der Zwetschge und erfreuen sie sich beim geniessen über das wunderbare, goldene Fruchtfleisch - manchmal mit einer kleinen Überraschung…